Hi,
Ich höre immer öfters in meinem direkten Umfeld, dass besonders die Eltern von Mädchen sich über die „ pupertären „ Stimmungsschwankungen beschweren und das die Mädchen sich immer mehr zurückziehen, die Eltern nicht mehr am Leben teilhaben lassen usw. Wenn ich nun im Gegenzug hier lese, dass auch dies Anzeichen einer Depression oder depressiven Phase sein kann und mitbekomme, das auch das Burn Out oder das Mobbing mit zum Alltag der Jugendlichen gehört, stelle ich mir die Frage, ob diese pupertären Anwandlungen – die wir ja als mehr oder weniger normal ansehen – nicht bei einen Teil der Teenys mehr als nur „normal“ ist. Liege ich da so falsch oder könnte ich recht haben?
Hallo Sonnenstern,
es ist nicht auszuschließen, dass hinter den pupterären Stimmungsschwankungen auch der Beginn einer Depression stecken kann. In einer Studie die im Jahr 2009 durchgeführt wurde, wurden gut 400 Teenager im alter zwischen 13 und 17 Jahren ( nach zustimmung der Eltern) befragt und bei gut der Hälfte wurden Ansätze einer Depression festgestellt. Die Jugendlichen haben eine größere Scheu sich an einen Arzt oder auch an die Eltern zu wenden, was auch mit der Abnabelung zu tun hat und letztendlich auch damit, dass sie das Gefühl haben, dass die Eltern sie eh nicht ernst nehmen. Nun ist es aber falsch hinter jedem „ Down sein „ gleich eine Depression zu vermuten, viel wichtiger ist es dem Teenager die Sicherheit zu geben, dass man ihn ernst nimmt und nicht alles als „normal in dem Alter „ abtut.
Gruß Jennica
Hi,
Wie erkennt man denn, ob ein Teenager langsam aber sicher in eine Depression abrutscht oder sich einfach nur, aufgrund der normalen Veränderung und Abnabelung, zurück zieht? Gelten die gleichen Alarmsignale wie bei einer „normalen“ Depression oder sind bei Jugendlichen zusätzliche Signale vorhanden?
Gruß
Nikita
Natürlich sind die Alarmsignale denen bei einem Erwachsenen sehr ähnlich, aber auch wenn dieses Bekannt ist, werden sie zu leicht ( aus den schon genannten Gründen ) übersehen. Es ist besonders wichtig den Jugendlichen zu beobachten, oftmals zeigen sie ganz bewusst durch ein verändertes Verhalten, oder eine neue Optik , andere Wortwahl, ein Wechsel im oder des Freundeskreis(es) und ähnliche auffällige Dinge, dass sie etwas belastet. Genaues beobachten und auch mal hinterfragen sind da sehr wichtig und nicht zuletzt das Vertrauen. Denn nur wenn der Teenager eine Person hat, der er vertrauen kann, kann er sich auch öffnen.
P.Hansen